Historisches Erbe trifft moderne Bahntechnik

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Wie integriert man ein hochmodernes Stellwerk in ein 130 Jahre altes denkmalgeschütztes Gebäude, ohne dessen historischen Charakter zu verlieren? Genau dieser Herausforderung stellt sich Premoco in Uerikon. Mit viel Fingerspitzengefühl, technischem Verständnis und einer präzisen Planung entsteht hier ein Bahntechnikgebäude, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet.

Der historische Güterschuppen des Bahnhofs Uerikon gehört zu den besterhaltenen Bauwerken seiner Art entlang der rechtsufrigen Zürichseebahn. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude aus dem Jahr 1893/94 prägt bis heute das Erscheinungsbild des Bahnhofs. Gleichzeitig soll es künftig eine zentrale Rolle für die moderne Bahninfrastruktur übernehmen.

Im Rahmen des Projekts wurde der bestehende Güterschuppen erhalten, ertüchtigt und erweitert. Aus den ursprünglichen Abmessungen von 8,80 x 8,60 Metern entstand durch den Anbau ein neues Bahntechnikgebäude mit einer Gesamtlänge von rund 24 Metern und einer Breite von 8,70 Metern. Von hier werden ab Sommer 2026 die elektronischen Stellwerke der Bahnhöfe Stäfa, Uerikon und Feldbach zentral installiert werden.

Massgeschneiderte Lösungen für komplexe Anforderungen
Die grösste Herausforderung des Projekts bestand darin, die Vorgaben des Denkmalschutzes mit den hohen Sicherheitsanforderungen eines modernen Stellwerks in Einklang zu bringen. Für viele Fragestellungen gab es keine Standardlösung. Gemeinsam mit allen Beteiligten wurden verschiedene Varianten geprüft, Lösungen entwickelt und teilweise auch Kompromisse gefunden, um sowohl den denkmalpflegerischen als auch den technischen Anforderungen gerecht zu werden.

Dieser Anspruch begleitete das Projekt bis in die Ausführung. Jedes einzelne Detail wurde sorgfältig geprüft und abgestimmt, damit die Arbeiten den ästhetischen, technischen und denkmalpflegerischen Vorgaben gleichermassen entsprechen. Gerade bei historischen Bauwerken entscheidet die Qualität der Details darüber, ob alte und neue Bausubstanz zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden.

Perfekt abgestimmt: Der Übergang zwischen Alt und Neu
Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe war die Koordination des Übergangs zwischen Bestand und Neubau. Der passgenaue Anschluss von alt zu neu erforderte eine enge Abstimmung mit sämtlichen beteiligten Gewerken. Nur durch die präzise Zusammenarbeit aller Fachbereiche konnte sichergestellt werden, dass sowohl die technischen Anforderungen als auch die architektonischen Ansprüche erfüllt werden.

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil des Projekts
Neben dem Erhalt der historischen Substanz setzt das Projekt auch bei der Nachhaltigkeit neue Massstäbe. Im Herbst werden Erdsonden gebohrt, die primär der Kühlung des Stellwerks während der Sommermonate dienen. Gleichzeitig entsteht dadurch ein innovativer Energiekreislauf: Die Abwärme des Stellwerks wird im Erdreich gespeichert und im Winter für die Beheizung des angrenzenden Aufnahmegebäudes genutzt. So wird vorhandene Energie effizient weiterverwendet und der Betrieb nachhaltig optimiert.

Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen, komplexer technischer Anforderungen und verschiedener kurzfristiger Änderungen befindet sich das Projekt weiterhin auf Kurs. Die Übergabe des Gebäudes an die Fachdienste ist planmässig für Anfang Juli 2026 vorgesehen.

Gemeinsam stark: Die beteiligten Gewerke
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen. Im Aussenbereich leisten die Teams von Holzbautechnik Burch AG, Bedachungen Rohrer GmbH, Maler Hinter AG und Roth Gerüste AG qualitativ hochwertige Arbeit und tragen massgeblich zum Projekterfolg bei.

Auch im Innenausbau arbeiten zahlreiche Spezialisten Hand in Hand. Dazu gehören Holzbautechnik Burch AG, Leuthold Metallbau AG, Maler Hinter AG, Ettlin AG, Flüma Klima AG, Ulrich Hefti AG sowie Wolfisberg Metallbau AG. Ihr gemeinsamer Einsatz sorgt dafür, dass aus einem historischen Güterschuppen ein hochmodernes Bahntechnikgebäude entsteht.

Das Projekt in Uerikon zeigt eindrücklich, wie sich historische Bausubstanz und moderne Infrastruktur verbinden lassen. Mit Respekt vor der Vergangenheit, technischer Präzision und einer starken Zusammenarbeit aller Beteiligten entsteht ein Bauwerk, das Geschichte bewahrt und gleichzeitig die Anforderungen der Zukunft erfüllt.

Ob komplexe Infrastrukturprojekte, denkmalgeschützte Gebäude oder anspruchsvolle Erweiterungen im Bestand – Premoco begleitet Projekte mit technischem Know-how, Präzision und Weitblick. Sprechen Sie mit uns über Ihre nächste Herausforderung.

Wenn Sie mehr über unsere Projekte erfahren möchten, kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie unsere Projektseite für weitere Berichte und Bilder.

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